DRV-Studie zeigt die Wirksamkeit von Caspar Health

Die Tele-Nachsorge mit Caspar ist der Präsenz-Nachsorge nicht unterlegen - die Zufriedenheit ist sogar höher

von Luisa Schumann

Die Vision der Gründer von Caspar Health war es, mit der Teletherapie eine Alternative für Menschen anzubieten, die sonst keinen Zugang zu Therapie hätten. Doch sollte diese Alternative der klassischen Präsenztherapie qualitativ keinesfalls nachstehen. Eine von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) in Auftrag gegebene Studie zeigt jetzt, dass Patient*innen mit der Tele-Nachsorge sehr zufrieden sind. 

Aber eins nach dem anderen. Die Studie, von der wir sprechen, wurde von der DRV in Auftrag gegeben, um die Tele-Nachsorgeform anhand der Online-Plattform Caspar mit der bisher angebotenen Nachsorgeform IRENA (intensivierte Reha-Nachsorge) zu vergleichen. Durchgeführt wurde die Studie vom Institut für rehabilitationsmedizinische Forschung der Universität Ulm. Weit über 800 Patient*innen wurden nach Beendigung ihrer Nachsorge per Fragebogen befragt. Rund die Hälfte der Teilnehmer*innen hatte sich für die Tele-Nachsorge mit Caspar, die andere Hälfte für die klassische Nachsorge IRENA entschieden. An der Studie haben sich bundesweit 35 Kliniken und alle Rentenversicherungen beteiligt. 

Die Veröffentlichung dieser Studie ist für uns als Unternehmen ein sehr wichtiger Moment. Denn wir kennen zwar das individuelle Feedback von Patient*innen und Therapeut*innen, aber eine Studie ist repräsentativer und zeigt einen deutlichen Trend. Umso mehr freuen uns die Ergebnisse der Studie, die in dieser Woche erstmals veröffentlicht werden. Denn sie zeigen, dass die Tele-Nachsorge ebenso wirksam ist wie die IRENA. 

Die subjektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit fällt bei beiden Nachsorgeformen gleich gut aus. Auch ihre körperliche Funktionsfähigkeit und ihr psychisches Befinden schätzten Teilnehmer*innen beider Formen gleich ein. 

Laut der Studie halten Patient*innen beider Nachsorgeformen die Nachsorge in Bezug auf ihre Beschwerden für ein passendes Angebot. Darüber hinaus schätzten die Nutzer*innen der telemedizinischen Variante den Erfolg ihrer Nachsorge sogar höher ein, als bei der klassischen Nachsorge. Insgesamt waren die Patient*innen der Tele-Gruppe zufriedener mit ihrer Nachsorgeform. Auch die Betreuung wurde hier positiver bewertet: 55,1 % der Befragten schätzten das Ausmaß der Betreuung in der Tele-Nachsorge mit “sehr zufrieden” ein, während es bei der IRENA nur 36,9 % waren. 

Abbildung 1: Antworthäufigkeiten in Prozent zum subjektiven Erfolg der Nachsorgeform insgesamt, getrennt dargestellt für die Gruppen der IRENA und Tele-Nachsorge.
Quelle: Kaluscha, R. & Hoffmann, B. (2021). Analyse der Daten des Modellprojekts „Caspar multimodal“ der Deutschen Rentenversicherung Bund. Unveröffentlichter Abschlussbericht, Bad Buchau, IFR Ulm

Auch in einem weiteren Feld punktet die Tele-Nachsorge mit Caspar: Patient*innen, die die Tele-Nachsorge nutzten, waren zufriedener mit dem zeitlichen Aufwand. Die Tele-Nachsorge zeigt auch nachhaltige Effekte im Alltag: Es gaben mehr Teilnehmende der Tele-Gruppe an, ihre gesundheitsbezogenen Lebensgewohnheiten geändert zu haben, als in der IRENA-Gruppe. Hierzu zählen unter anderem die Umstellung der Ernährung und das Aneignen von Entspannungspraktiken.

Die Studie verdeutlicht außerdem, dass sich durchaus auch ältere Patient*innen für die digitale Nachsorgeform entscheiden. “Diese Zahlen sprechen gegen das typische Klischee, dass ältere Menschen durch die Anwendung und/oder Technik gehemmt sein könnten, diese Nachsorgeform zu wählen”, ist im Abschlussbericht der Studie zu lesen. Weiterhin interessant: mehr weibliche Teilnehmerinnen entschieden sich für die Tele-Nachsorge. Eine mögliche Erklärung ist laut den Autor*innen der Studie, “dass Frauen sich aus familiären Gründen zeitlich mehr organisieren müssen, um Kinder und Haushalt besser mit der Maßnahme vereinbaren zu können.”

Zusätzlich begründeten die Patient*innen ihre Entscheidung für die Tele-Nachsorge mit den erfüllten technischen Voraussetzungen, beruflichen Gründen wie Schichtarbeit und der Tatsache, dass kein wohnortnahes Nachsorgeangebot existierte. Letztlich waren auch die zunehmenden Einschränkungen aufgrund der Covid-19-Pandemie ein weiterer ausschlaggebender Grund. 

Abbildung 2: Antworthäufigkeiten in Prozent der Gründe gegen die Wahl der IRENA-Nachsorge.
Quelle: Kaluscha, R. & Hoffmann, B. (2021). Analyse der Daten des Modellprojekts „Caspar multimodal“ der Deutschen Rentenversicherung Bund. Unveröffentlichter Abschlussbericht, Bad Buchau, IFR Ulm

"Auf Basis der hier vorliegenden Ergebnisse (...) ist von einer Gleichwertigkeit der Tele-Nachsorge und der IRENA-Maßnahme in Präsenz auszugehen”, konkludieren die Wissenschaftler*innen im Fazit. “(...) Damit eröffnet sich (...) insbesondere für Rehabilitanden, die aufgrund ihrer Lebenssituation an den klassischen IRENA-Gruppen nur schwer teilnehmen können, eine interessante Behandlungsmöglichkeit.”

Uns zeigt diese Studie: wir sind auf dem richtigen Weg! Wir freuen uns sehr, Patient*innen eine qualitativ hochwertige Nachsorgeform anbieten zu können. Uns geht es um jede einzelne Person, der wir zu einem gesunden und selbstständigen Leben verhelfen können. Denn genau dafür wurde Caspar 2016 gegründet.

Hier geht's zum Abschlussbericht